Weihnachten,

das ist das Fest der Liebe, des guten Essens und der tagtäglichen Plackerei beim Schnee räumen und dem anschließenden Errichten eines Schneemannes von überwältigender Größe.

Doch das war nicht immer so. Vor vielen, vielen Monden, zu einer Zeit, als die Welt noch nicht verdorben war, durch angebissene Äpfel und Hutschnüre, deren modernistische Herstellungsweisen einem zuwider sind, da war das Weihnachtsfest das Fest des Schreckens! Jedes Jahr zur Weihnachtszeit verließen die Leute mitsamt ihrer Kinder, Großeltern, Urenkel, Schwiegermütter, Cousins, Crossaints, Butler und Fahrstuhlmechnaniker die Häuser, um sich auf die Suche zu machen, nach einem Geschenk. Dem Geschenk für den mächtigen Fürsten von Katzenstadt.

Fürst von Katzenstadt war ein wohlwahr mächtiger Mann von kleiner Statur, mit kleinem Herzen, aber dafür einem umso größeren Portemonnaie. Wo er auch immerzu sein Geld anlegte, seine finanziellen Machenschaften waren immer von Erfolg gekrönt, doch wie kann das sein? Auf der Straße munkelte man, Fürst von Katzenstadt hätte eine geradezu vor finanzieller Kompetenz überschäumende Armada an Finanz- und Anlgeexperten angeheuert, während andere wiederum behaupteten, dass Fürst von Katzenstadts Erfolg mit einem geheimen Rezepts des fürstlichen Chefkochs zusammenhinge.

Der fürstliche Chefkoch war eine geheimnisvolle Persönlichkeit. Es handelte sich um einen 78 Zentimeter großen Elf, der seine Freizeit zumeist beim Training seines Amateur-Eishockeyvereins zubrachte. Oft war er tagelang mit dem Einstudieren eines neuen Spielzuges beschäftigt. Die Spielzüge hatten oft amüsante, aber auch zugleich geheimnisvolle Namen, wie z.B. "Hackepeter-Brötchen" oder "Halve Hahn" .

An einem Tage erschien der Chefkoch nicht zum Eishockey-Training. Das gesamte Land geriet in Panik. Unruhen breiteten sich aus. Die Leute gingen auf die Straße, zündeten die Häuser an, einige von ihnen ertranken im nahegelegenen Fluss. Inzwischen ward es dunkel geworden. Doch dann vernahmen sie alle diese Stimme; Sie lauschten alle aufgeregt. Die Stimme befahl ihnen, in die Häuser zurückzukehren und zu warten; Die Menschen gingen, wie ihnen geboten war. Doch einige stießen sich auf dem Heimweg den Kopf, weil es ja nunmal so dunkel war.

Also beschloss ein gewisser Werner von Siemens die elektrische Straßenbeleuchtung zu erfinden. Und er sah, dass es gut war...

Das ist die wahre Geschichte von Weihnachten, aber fragt besser nicht eure Eltern...